Leider hat der Gesetzgeber die Thymus-Präparate vom Markt genommen - oder war es etwa die Pharma-Lobby? Aber es besteht nach wie vor die Möglichkeit der Selbst-Herstellung der Organpräparate - so wie sie vor dem Verbot schon bestand.
Mehr Information über verschiedenen Organpräparate erhalten Sie unter: www.thymus-therapie.org
Der Thymus, auch Bries genannt, ist das zentrale Immunitätsorgan, im oberen Mediastinum gelegen. Das Wachstum erfolgt nur bis zur Geschlechtsreife, anschliessend setzt die Rückbildung bzw. die Umwandlung in Fettgewebe ein. Die Funktionen der Thymusdrüse reichen im Normalfall für eine durchschnittliche Lebensdauer aus. Mit steigendem Alter nimmt die Funktion der Thymusdrüse ab. Die Folge: Zunahme von Autoimmunerkrankungen und malignen Zellentwicklungen. Es verbleiben jedoch beachtliche Mengen an Nucleoproteiden (Thymonucleinsäuren), die die Thymusfunktion z.T. übernehmen. Ferner steht die Drüse in Wechselwirkung mit den Keimdrüsen und hat Einfluss auf das Wachstum.
Aufbau und Entwicklung des gesamten lymphatischen Systems werden entscheidend vom Thymus mitbestimmt. Zu Recht bezeichnet man den Thymus (zusammen mit dem Knochenmark) als primäres Immunitätsorgan.
1961 entdeckten Miller und seine Mitarbeiter die grosse Bedeutung des Thymus bei der immunologischen Reifung. Sie bewiesen, dass neugeborene Mäuse nach operativer Entfernung des Thymus keine Immunität entwickeln können. Dies bedeutet somit, dass hormonelle bzw. zelluläre Thymusfaktoren die Reifung der immunologisch potenten in die immunologisch kompetenten Immunzellen bewirken.
Die gesamte Entwicklung der T-Lymphozyten aus den Stammzellen des Knochenmarks verläuft über die Thymusdrüse. Ca. 3 % der immigrierten "Prae-Thymus-Lymphozyten" gelangen anschliessend wieder in die Blutbahn. Der Rest verbleibt in der Thymusdrüse und wird auf die Individualität der Körperzellen geprägt.
Der zelluläre Thymusfaktor bewirkt im Thymus die Reifung der lymphatischen Stammzellen, die sich nach abgeschlossenem Reifungsprozess in den lymphatischen Organen (Lymphknoten, Darmwand, Milz, Knochenmark) als "Immunzellen" ansiedeln. Somit erkennen die in die Blutbahn entlassenen Lymphozyten die Zelloberfläche des Individuums als eigen (Individualmerkmale der körpereigenen Zellen). HLA-Faktoren (human lymphocyte antigen marker) sind in den Zelloberflächen unseres Organismus integriert und für jeden Menschen charakteristisch (HLA-Identität). Die Thymus-Lymphozyten (T-Lymphozyten) erkennen körpereigene Zellen, da diese Information während ihrer Thymuspassage "geprägt" wird. Untergrupppen von T-Lymphozyten werden durch ihren Kontakt mit Thymozyten (Thymushormone) ständig gebildet, wie z.B. T-Helferzellen. Diese produzieren im Bedarfsfall ("Abwehrkampf") spezifische Immunglobuline gegen fremde bzw. fremdempfundene Antigene.
Die Lymphozyten der B-Zellreihe sind unfähig, sich in Immunglobuline produzierende Plasmazellen zu transformieren, wenn keine T-Helferzellen oder Thymusfaktoren vorhanden sind. T-Suppressorzellen haben eine hemmende Wirkung auf Lymphozyten, damit nicht überschiessend Antikörper gebildet werden. Ohne diese Suppressorzellen sind Autoimmunerkrankungen, Immunkomplexerkrankungen etc. schwer zu erklären.
Die Thymusdrüse mit ihren spezifischen Hormonen ist eine Art Steuerungszentrale für immunologische Abwehrreaktionen. Bei Ausfall des Thymus (z.B. experimentell oder strahlenbedingt) sind dementsprechend T-Lymphozyten nicht mehr nachweisbar. Substituiert man in einem solchen Fall Thymus, sind die spezifischen Funktionen der Lymphozyten wieder vorhanden.
Physiologischerweise kommt es kurz nach Beendigung der Pubertät zu einer Involution des Thymus. Somit ist der Mensch im 5. Lebensjahrzehnt nur noch mit einem winzigen Rest Thymus ausgestattet. Verminderung der Thymusaktivität und Altern scheinen also im direkten Zusammenhang zu stehen. Die abnehmende Thymusaktivität ist somit auch eine mögliche Erklärung dafür, dass degenerative Erkrankungen, maligne Entartungen und autoimmunologische Veränderungen im Alter signifikant erhöht sind. Die reduzierten Thymusfaktoren sind nicht mehr in der Lage, den Abwehrmechanismus vollständig zu steuern.
Bei Thymus-Defizienz, z.B. schon in der Jugend, kommt es vermehrt zu Virusinfekten, Pilz- und bakteriellen Erkrankungen. Eine Chemo-, Radio- bzw. Antibiotikatherapie führt ebenfalls zu Thymusschwächen.
Autoaggressionserkrankungen, die auf einer übermässigen Produktion von Auto-Antikörpern gegen körpereigene Zelloberflächen basieren, sind ebenfalls Folge einer Immundefizienz.
Thymus-Peptide werden hergestellt aus Organen vom Schwein oder Kalb, die speziell gereinigt und auf Zoonosen untersucht werden. Zusätzlich werden die Thymus-Peptide nach den gesetzlichen Bestimmungen auf Sterilität und Pyrogene untersucht. Nur Organe bzw. Peptide, deren Untersuchungsergebnisse ohne Befund sind, dürfen verarbeitet bzw. angewandt werden.
Thymus-Peptide enthalten neben immunwirksamen Peptiden auch Adenosindesaminase, Purinnukleosidphosphorylase- und Peptidase-Aktivitäten.
Pharmakologische Versuche haben gezeigt, dass durch die Injektion von Thymusfaktoren (wie z.B. Thymushormone bzw. Thymuszellen) eine deutlich stimulierende und modulierende Wirkung auf das Immunsystem erreicht wird.
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